Hör mal, lass Mutti aus dem Spiel ...

Sonntag, 25. April 2010

Fußball? Regt mich auf!
Hör zu, Fußball, das nervt. Dieses dämliche Gelaber, dieses dumme Strategiegeqwatsche, dieses Modernitätsgeficke. Ich will dir sagen, wie guter Fußball in Wirklichkeit geht, es ist nämlich ganz einfach:

Wenn die Jungs auf dem Platz ne bessere Kondition hätten, dann wären auch die Spiele besser. Thats it. Wir brauchen gute Spieler, wir brauchen Leidenschaft, wie brauchen Jungs, denen es nichts ausmacht, hinterm Ball herzurennen. Wenn wir das haben, dann scheiß auf die Taktik. Wenn ich das schon hör, was diese Trainer und neuerdings auch Fußballspieler für einen Mist von sich geben! Dieses politisch korrekte Strategiegewichse! Das ist nicht die Lösung, das ist das Problem!

Ein Erstligaspieler verbringt heute mehr Zeit auf Medienseminaren, wo er lernt, drei grade Sätze rauszubringen, als auf dem Trainingsplatz. Es hat sich - bis auf die Stilblüten noch nie gelohnt, Fußballern zuzuhören. Und jetzt lohnt sichs noch weniger. Denn die Stilblüten sind weniger und der Inhalt ist immer noch so unrelevant wie je zuvor. Oder will das irgendwer hören, dass die Leistung eigentlich gut war, aber das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist? Dass man den Gegner früh gestört hat, so dass er sein Spiel nicht aufbauen konnte. Dass die Taktik (Strategie, Einstellung, Motivation, Auswechslung in der 86ten Minute usw. usf.) richtig war, man sie aber nicht ganz umsetzen konnte. Fuck! Wer will das wissen? Keiner! Genau.

Was wir wollen, ist was ganz anderes: Wenn ein Gegner mit dem Ball in den Strafraum rennt, wollen wir, dass ihm irgendwer den Ball wegnimmt. Auch auf die Gefahr hin, dass irgendwer sich dazu bewegen muss. Eigentlich wollen wir immer, dass irgendwer dem Gegner den Ball wegnimmt! Und wenn einer einen Scheißfehlpass spielt, wollen wir, dass er sich den Ball wieder holt, und sich nicht beim Schiedsrichter beschwert oder wasweißich rumheult.

Was sind das eigentlich für bescheuerte Memmen, die sich in ihrer eigenen Stadt von irgendwelchen Typen aus ner anderen Stadt weghauen lassen? Die sich nicht schämen und sich nicht mal wehren, wenn ihre Freundin auf der Tribüne sitzt und zuguckt. Und was sind das für dämliche Spielerfrauenfreundinnen, die ihren Typen scheinbar auch dann noch einen blasen, wenn sie Dreck gespielt haben? Oder? Sonst würden die sich doch Mühe geben? Hör mir auf. Das ist doch keine Moral. Wenn diese Tussen überhaupt irgendeinen Wert haben, dann dass sie ihren Jungs Stress machen könnten, wenn sie Scheiße spielen. Nicht wenn die Frisur Scheiße ist, sondern wenn sie Scheiße spielen. Wen interessieren denn Spieler mit ihrer Scheißfrisur? Wie bei Becks: der musste sich offenbar auch nicht schämen vor seiner Tuss, egal wie erbärmlich sein Spiel war, Hauptsache, die Frisur war okay. Also war ihm egal, ob sein Spiel Scheiße war. Es wär anders gelaufen, wenn sie ihm klar gemacht hätte, dass er sich seine verdammte Frisur sonst wohin stecken kann! Dass er nicht glauben muss, dass sie wegen nem Friseurbesuch die Beine breit macht! Dass er sich ihretwegen einen runterholen kann, wenn er nicht richtig spielt! Dann hätten wir garantiert öfter mal ein geiles Spiel gesehen.

Am besten wär natürlich sowieso, diese Spielerfreundinnen wären vom Verein bezahlte Prostituierte (was sie auf eine gewisse Art ja indirekt auch sind), damit man ihnen sagen kann, was sie zu tun haben. Damit sie die Jungs auf Trab halten. Aber dabei nicht aus Versehen auf die Idee kommen, den Mittelfeldspieler wegen dem Stürmer eifersüchtig zu machen, worauf die beiden nicht mehr richtig zusammenspielen.

Das wärs, Fußball, so einfach wär das! Das wär besser für dich, und für mich und meine Nerven auch!

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Mittwoch, 24. März 2010

Und Tschüss #Testosteron #Finger etc.
Mit großer Trauer haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Legende vom Fingerquotient offenbar Mumpitz ist. Daher haben wir unseren zweit- oder drittbeliebtesten, auf jeden Fall aber meist gegoogelten Beitrag offline gestellt. Amen.

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Sonntag, 21. März 2010

Transparenz
"Sind Sie verrückt? Sie können doch nicht den Vorstand informieren! Damit machen Sie ihn bösgläubig - und wir müssten etwas in der Sache unternehmen!"

Zu den Aufgaben eines Managers in der zweiten Führungsebene gehört, die auf einer höheren Ebene wirklich Verantwortlichen von Informationen über, nun ja, problematische Vorgänge im Unternehmen abzuschirmen. Zu seinen Qualifikationen gehört, zu wissen, was brenzlig ist und was nicht.

"Das wollen Sie gar nicht wissen!" - Das ist kein Scherz, das ist bittere Wahrheit. (fällt mir nur grad ein, weil sie R.icke und Zu.mwinkel wegen dieser Bespitzelungskiste von der Leine lassen)

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Sonntag, 14. März 2010

Va.gina-Parfüm? Seid ihr nicht mehr ganz ..?
"Great, some German company have gone and designed an aroma, based on vag.inas, for men."

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Samstag, 13. Februar 2010

Beschimpfen, aber richtig
Bei diesem Wetter und der Borniertheit des Durchschnittsautofahrers kann es vorkommen, dass einem jemand auf der verschneiten Straße fast über den Fuß fährt. Da ist es wichtig, richtig und angemessen zu reagieren.

1. Laut werden, richtig laut; auch, wenn die Stimme ungeübt oder zu hoch ist und vielleicht kippt, scheißegal

2. Duzen; ja nicht diesen Sie-Scheiß anfangen; wer nich Auto fahren kann, und wenn er Nobelpreisträger ist, der gehört geduzt

3. Keine offenen Beleidigungen: Du Arsch usw. das klingt alles gut; aber das bringt nicht mehr Spaß und birgt das Risiko, dass man für diese kleine Genugtuung auch noch Geld zahlen muss (und der/die Arsch hat dann die Genugtuung)

4. Beschimpfen in Frageform: Hast du keine Augen im Kopf? Bist du blind? Kannst du nicht Auto fahren? Gehts noch? Bist du krank? Kannst du nicht aufpassen? - Alles rhetorische Fragen, nicht auf Antwort warten, einfach immer weiter machen, einfach immer wiederholen; falls einem doch mal ne echte Beleidigung raus rutscht, war es keine Beleidigung, sondern eine Frage

5. Gestikulieren, nach Gefühl, einfach irgendwie rumfuchteln; große Gesten und ruckartig ergeben den Gesamteindruck, dass man psychisch krank und unzurechnungsfähig ist

6. Empörtes Gesicht, Kinn erhoben, ungläubiges Kopfschütteln; ungläubig darüber, wie es sein kann, dass soviel Dummheit nicht sofort implodiert

7. Sich notfalls, wenn viele Leute dabei sind, auf den Boden sacken lassen, so wie Canavaggio bei der WM

8. Wenn 7. - dann auch wichtig: Leute mobilisieren; auch wenn der/die andere vorläufig nur baff im Auto sitzt und nicht weiß, was abgeht, so tun, als hätte er einen nicht nur angefahren, sondern sogar fies beschimpft; schreien Sie sowas wie: Ham Sie das gehört, ham Sie das gehört?

9. Wenn das gegnerische Auto ein BMW mit vier Türken oder ein kleiner Nissan mit acht Neonazifressen ist, Klappe halten

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Angenommen, ich wär ne Suchmaschine
Angenommen, ich wär eine Suchmaschine, die alles hortet, was sie in die Crawler kriegt. Und es gäbe Leute, die mir zum Vorwurf machen, dass ich eine Datenkrake bin (was mich zwar nicht interessiert, aber dann wieder schon, denn es könnte die Geschäfte stören). Ich will das gar nicht weiter differenzieren, denn was ich hier schreibe, ist einfach nur hochspekulativer Blödsinn. Aber mal angenommen.

Ich wär also eine Suchmaschine, und alle möglichen Leute hätten irgendwo, latent oder offen, Schiss um ihre Privatsphäre. Und ich hätte einen CEO, der sagt manchmal Sachen, die sind so komisch wie das Zeug, das der We.sterwelle redet. Und nun möchte ich ein Produkt bringen, das soll Twittr und Facelook angreifen und mir wäre nun wichtig, dass hier nicht so viel rumgemotzt, sondern das Ding einfach nur genutzt wird.

Dann wäre es doch denkbar, nur so theoretisch, dass ich mir einen Trick ausdenke. Ich würde mir einen Markt nehmen, in dem ich eh nicht viel verdienen kann, und indem die Exekutive klar Zensur ausübt. Und Zensur, das wissen wir ja alle, ist nicht gut. Gegen Zensur zu sein, das ist ungefähr so toll wie für den Weltfrieden zu sein. Da sind alle dafür, und wenn ich das glaubhaft machen kann, dass das meine Haltung ist, dann bin ich erst mal auf jeden Fall einer von den Guten. Und dann könnte ich da ein bisschen die Welle machen und den Held spielen und ein Exempel statuieren und lautstark verkünden, dass ich Zensur nicht gut finde und dass ich aus diesem Markt, wo zensiert wird, raus gehe (oder dass ich drüber nachdenke, das klingt ja auch schon klasse; und lasst uns einfach in zwei Jahren noch mal nachfragen, was in diesem Markt inzwischen wirklich passiert ist). Natürlich würde dann jeder denken, ich bin einer, der Zensur hasst, und der Prinzipien hat und einer von den Guten ist. Und wenn dann ein paar Wochen später mein neues, tolles Produkt rauskäme, dann würde tatsächlich kaum einer drüber reden, was das Ding an Löchern in die Privatsphäre reißt, denn alle hätten ja irgendwo noch im Hinterkopf, dass ich einer von den Guten bin. Also, das wär doch ne klasse Idee. Wenn ich Spin-doctor wär, würde ich sowas vorschlagen.

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Freitag, 12. Februar 2010

Buzztr Keaton
Neulich hab ich an einem Abend zweimal Buster Keaton gesehen. Sagt euch nix? Egal. Buster Keaton also. Einmal, weil Jim Jarmusch ihn mag, dann weil Peter Behrens von Trio ihn verehrt. Weiß nicht, wies euch damit geht, ich finds bemerkenswert.

Apropos Buzz und dieser Schmidt-Typ von G.oogle. Er sagt ja irgendwie so, wenn man was nicht in der Öffentlichkeit haben will, macht mans am besten garnicht. Ehrlich gesagt, mir fallen eine Menge Dinge ein, die ich nicht öffentlich haben und trotzdem nicht drauf verzichten will. Es gibt aber einen ganz einfachen Privacy-Schutz: Man muss alles, was man nicht bei Go.ogle haben will, mit ein paar dummen Bemerkungen über diesen Schmidt-Typ verbinden, schon wird man durch Suchmaschinen-Unsichtbarkeit gestraft. Das klappt bestimmt.

"Was seine eigene Privatsphäre angeht, erwies sich der CEO von G.oogle als wesentlich dünnhäutiger. Er ließ 2005 die Berichterstatter von Cnet von G.oogle-Veranstaltungen aussperren, weil die Publikation veröffentlicht hatte, was mit der Goo.gle-Suche über ihn zu finden war: Sein Gehalt, seine Wohngegend, Hobbys und politische Spenden. Hätten sie eben besser nicht tun sollen."

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Dienstag, 9. Februar 2010

Fasching 2010
Okay, ich weiß, es ist ein dumpfer dumpfer Joke, aber das lustigste, was ich gesehen hab, war ein Typ mit Arztkittel: "Dr. T. Itten - Brustvergrößerung durch Handauflegen" stand vorne und hinten auf dem Kittel. Er hatte eine Preisliste dabei, was seine verschiedenen "Leistungen" kosten. Lustig. Er wurde permanent angequatscht, wie end-super das ist. Von Männern, ich glaube, er wurde überhaupt nur von Männern angequatscht. Ich wollte noch fragen, wie sein Erfolg bei Frauen ist, aber da war er weg.

Platz 2 war ein Duff-Bier-Superman, sehr geil, voll verkleidet von oben bis unten einge-Dufft, sogar sein Bier hatte er gebrandet. Platz 3 zwei Mädels in vermutlich nicht selbst gemachten Parkscheibe-Kostümen, Muhaha. Hellau.

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Sonntag, 31. Januar 2010

Wenn ich hier was zu sagen hätte
Ich würde mich nur für eine kleine harmlose bürokratische Kleinigkeit stark machen: eine konsequent durchgesetzte Preisabgaben-Verordnung.

Die PAngV fordert:
- dass Preise deutlich angezeigt werden müssen
- dass jedem Angebot eindeutig ein Preis zugeordnet sein muss
- dass bei Angeboten an Endverbraucher die Endpreise inklusive aller Steuern etc. anzugeben sind

Denn so wie es jetzt ist, woher soll ich da wissen, wie viel ich einer Partei wie, sagen wir mal, der FDP bezahlen muss, um irgendwas zu kaufen? D.h. die Gefälligkeitsgesetzgebung der FDP und der gesamten Regierung wäre dann nicht mehr nur vielleicht nicht nett und nach Maßgabe irgendwelcher langweiligen ethischen Kategorien vielleicht verwerflich, sondern vor allem und auf jeden Fall ein eklatanter Verstoß gegen die Preisabgabenverordnung.

Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich dafür sorgen, dass in jeder Parteibude ein Aushang mit den aktuellen Preise hängen müsste.

Das Ganze müsste natürlich für Politik ganz generell gelten. Wenn sie das Sozialsystem ruinieren und Geld von unten nach oben verteilen (Stichwort: Die Schere öffnet sich immer weiter), müssten sie angeben, was das kostet. Vielleicht entscheidet man sich ja dafür, das Doppelte zu bezahlen, wenn sie es anders machen. Immer, wenn sie vorhaben, Schyce zu bauen, müssten sie sagen, was das kostet. Und wie beim Internetkauf müsste man auch in der Politik die Möglichkeit haben, den Deal rückgängig zu machen, wenn sich nachher herausstellt, dass die Kosten nicht korrekt angegeben worden waren.

Wenn ich eine Technikbude vor dem Ruin wäre, und ich hätte die Chance, mich beispielsweise durch die Einführung von Nacktscannern, die sie bei mir kaufen, aus der Bredouille zu bringen, müssten sie mir einfach vorher sagen, was das kostet. Dann könnte ich mir überlegen, ob ich den Deal mache oder nicht. Oder wenn ich die blöden Bürger wäre, könnte es ja sein, dass diese dummen Scanner auf meine Kosten gekauft werden sollen, könnte ja sein, hypothetisch. Dann würde ich das Recht haben, dass sie mir sagen, was es mich kostet, damit ich weiß, ob ich es kaufen will oder nicht. Vielleicht kommen sie ja auch auf die Idee, die Dinger in Arztpraxen aufzustellen, dann brauchen sich die Leute nicht mehr frei zu machen. Sagt uns, was es kostet, dann schauen wir mal. Und wenn ihr gelogen habt, machen wir das rückgängig.

Wenn ich wüsste, wie viel ich ablatzen muss, damit mir irgendein unsinniger Krempel vom Staat abgekauft wird, könnte ich ausrechnen, ob sich das lohnt. Wenn ja, würde ich das Zeug herstellen und verkaufen. Dann müssten die Leute im Flieger sich beispielsweise Kondome über den Kopf ziehen, wegen der Sicherheit. Natürlich nicht irgendwelche Kondome, sondern Flugsicherheits-Antiterror-Kondome, die ein Schweinegeld kosten (aber das sollte den Leuten ihre Sicherheit wert sein).

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Freitag, 22. Januar 2010

Ihr ihr ihr seid so - äh
Heute früh aufgewacht. Mies drauf. Krawall gesucht. In der S-Bahn andere Probleme gehabt (Mädels nachstarren). Dann keine Zeit gehabt. Jetzt vergessen, wen ich eigentlich beschimpfen wollte.

Dann denke ich mir auch wieder, die ganze verdammte Shyce-Evolution hat die Erde und uns Menschen und die Kultur und alles und am Ende als Höhepunkt der Schöpfung mich hervorgebracht, nur damit ich mich über den Ausschuss der Evolution aufrege und meine verdammte wertvolle Shyce-Zeit damit verbringe, Arschgeigen zu beschimpfen? Nee. Das kanns nicht sein. Da muss es nen anderen Plan geben.

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Sonntag, 17. Januar 2010

Verdammte Kamele machen Klima kaputt
Ein erstaunliches Fundstück von der tagesschau-Seite: "In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden Kamele nach Australien eingeführt, um den ersten Siedlern bei der Durchquerung der Wüsten zu helfen. Inzwischen gibt es mehr als eine Million wilder Kamele auf dem Kontinent down-under. Wegen der zunehmenden Trockenheit finden die Tiere im Outback nicht mehr genügend Wasser und Futter. Immer häufiger kommen sie daher in die Nähe menschlicher Siedlungen." Okay, die Australier hams echt drauf, lauter Viecher zu importieren, die ihnen dann die Hölle heiß machen (Stichwort: Aga-Kröte).

Das nervt natürlich, klar. Mir reichen ja schon die verdammten Ameisen im Sommer. Also will man jetzt die Kamelviecher mit dem Hubschrauber zusammentreiben und keulen lassen. Wie wunderbar clean das klingt. Wir haben uns schon sehr an den üblichen Bürokraten-Talk gewöhnt. Man kann es aber auch anders sagen:

"Nach den Worten des zuständigen Ministers, Rob Knight, muss sofort gehandelt werden. 'Docker River wird von mehr als 6000 Kamelen belagert. Wir werden die Tiere etwa 15 Kilometer ins Outback raus treiben und abschießen und dann in der Wüste verwesen lassen.'" Bravo. Klare Worte. Dazu noch ein Kommentar von Focus: "Um sie zu erlegen, treiben Hubschrauber die Tiere etwa 15 Kilometer aus dem Dorf. 'Dann werden sie in den Kopf, ins Herz und in die Lunge geschossen', sagte ein Behördensprecher der in Darwin erscheinenden Zeitung „Northern Territory News“. Die Kadaver bleiben in der Wüste liegen und verrotten. Bilder von der Massentötung gibt es nicht. Die Behörden haben das Filmen des Blutvergießens verboten."

(Weiter mit Focus) "Die australischen Kamele gelten als größte Herde der Welt. Die Bauern betrachten die Tiere als Plage, weil sie Felder zertrampeln und eine Konkurrenz auf der Suche nach dem wenigen Wasser sind."

Und in Österreich recherchiert der Standard und kommt zum Punkt: "Die Ausrottung der als Plage betrachteten Kamele in Australien wäre ein guter Beitrag zum Klimaschutz, findet der Agrarsprecher der Opposition. Jedes Kamel rülpse im Jahr eine Tonne Treibhausgase in die Luft, meinte John Cobb.

Wenn die gesamte Herde von schätzungsweise einer Million Tieren getötet werde, spare das mehr klimaschädliches Gas ein, als wenn 300.000 Autos aus dem Verkehr gezogen würden. Die Labour-Regierung hat einen Fonds aufgelegt, um die Herde zu reduzieren. Cobb setzt sich für die völlige Ausrottung ein."

Kamele ausrotten - echte oder menschliche - wird also die Welt retten. Wenn das kein Kunstprojekt ist.

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